Menschen arbeiten im Team an kreativen Lösungen vor einer Tafel
©scyther5/iStock/thinkstock
Hydrogen Technology Collaboration Programme (TCP)

Gemeinsam forschen für mehr Tempo bei Wasserstoffinnovationen

Wasserstoff nimmt auf dem Weg zur Klimaneutralität eine wichtige Schlüsselfunktion ein: Der Energieträger kann vielfältig genutzt werden und den Ausstoß von Kohlenstoffdioxid (CO2) senken, wenn er aus erneuerbaren Energiequellen erzeugt wird. Das ist bisher aber noch kaum der Fall. Mittels Forschungs- und Entwicklungsprojekten auf der ganzen Welt wollen Fachleute das ändern.

Im Sommer 2020 hat Deutschland daher seine Nationale Wasserstoffstrategie veröffentlicht. Damit steht es nicht alleine dar: 50 weitere Länder haben laut einer Studie des Weltenergierats eigene Strategien verabschiedet oder unterstützen Wasserstoffprojekte.

Denn als Speichermedium und Energieträger kann Wasserstoff dazu beitragen, die Bereiche Strom, Wärme, Industrie und Verkehr zu verzahnen und fossile Energieträger wie Kohle oder Erdgas zu verdrängen. Wasserstoff wird jedoch heute noch hauptsächlich aus Kohlenwasserstoffen hergestellt. Zudem sind viele Anwendungen noch vergleichsweise teuer.

Weltweit Hand in Hand für den Klimaschutz

Deswegen setzen sich die Beteiligten des Hydrogen Technology Collaboration Programme (TCP) dafür ein, Forschung und Entwicklung von Wasserstofftechnologien zu beschleunigen und Innovationen schneller in die breite Anwendung zu bringen. Die Akteure verfolgen so das Ziel, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, die Versorgungssicherheit mit Energie sicherzustellen und die Wirtschaftlichkeit der Wasserstofftechnologien zu verbessern.

Das Hydrogen TCP ist eine von rund 40 Technologieinitiativen der Internationalen Energieagentur. Als Kooperationsplattform dient es dazu, die weltweite Zusammenarbeit sowie den Informationsaustausch zu Wasserstofftechnologien zu fördern. Seit 1977 gibt es die Technologieinitiative. Einzelne Staaten, die Europäische Kommission, die Vereinten Nationen sowie Unternehmen und Verbände beteiligen sich. Finanziert wird das Hydrogen TCP neben einem jährlichen Mitgliedsbeitrag im Wesentlichen durch die Aktivitäten der teilnehmenden Länder und Organisationen.

Forschungsergebnisse auswerten und bereitstellen

Themenschwerpunkte sind Aspekte wie Erzeugung, Speicherung und Integration des Gases in bestehende Infrastrukturen. Gemeinsam analysieren die Fachleute Daten zum technischen Fortschritt und stellen diese für politische Entscheidungsprozesse bereit. Mit Informationen zum Potenzial und zur Sicherheit der Technologie möchten sie ein weltweites Publikum erreichen.

So trägt besipielsweise ein Team in der Arbeitsgruppe „Data and Modelling“ die systemanalytischen Modelle zu Wasserstofftechnologien zusammen und entwickelt sie weiter. Anhand dieser Modelle und zugehöriger Daten kann der Beitrag von Wasserstofftechnologien in zukünftigen Energieszenarien berechnet werden.

Gründungsjahr:1977

Mitgliedstaaten: Australien, Belgien, China, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Finnland, Griechenland, Israel, Italien, Japan, Kanada, Korea, Litauen, Neuseeland, Niederlande, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden, Schweiz, Spanien, Vereinigtes Königreich sowie die Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung und die Europäische Kommission

Finanzierung: Task- und Cost-shared

Die Arbeit im Hydrogen TCP ist thematisch in Forschungsprojekte, sogenannte Tasks, organisiert:

Data and Modelling

Energy Storage and Conversion Based on Hydrogen

Hydrogen in Marine Applications

Hydrogen Safety

 

 

 

 

Ansprechpartner

Delegate: Dr. Erik Busche, Projektträger Jülich ()
Alternate: Prof. Christopher Hebling, Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme

Grafische Darstellung der Erde mit Lichtern, Globus
©imaginima/iStock

Energieforschung.de

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Mehr Informationen

Wissenswertes zum Aufbau, den Strukturen und zur Arbeit der Technologieinitiative der Internationalen Energieagentur finden Sie auf der Hydrogen-TCP-Website.

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Vernetzung

Im Forschungsnetzwerk Wasserstoff tauschen sich Expertinnen und Experten aus Industrie, Hochschulen und Forschungsinstituten über die Erzeugung, Speicherung, Verteilung und sektorübergreifende Nutzung von Wasserstoff aus.

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